PCOS – wenn dein Körper nach Balance ruft

Als ich die Diagnose bekam, wusste ich kaum, was PCOS wirklich bedeutet.
Vielleicht geht es dir ähnlich.
Plötzlich ist da dieses Wort – Polyzystisches Ovarialsyndrom – und mit ihm tausend Fragen:
Warum gerade ich?
Was läuft in meinem Körper schief?
Und wie kann ich wieder zu mir finden?

Heute weiß ich:
PCOS ist keine Krankheit, die dich kaputt macht.
Es ist ein Zeichen deines Körpers, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist –
und dass er dich braucht, um wieder in Balance zu kommen.

✨ Was wirklich hinter PCOS steckt

PCOS steht für Polyzystisches Ovarialsyndrom – ein hormonelles Ungleichgewicht, das viele Frauen betrifft.
Aber PCOS ist viel mehr als nur „zu viele männliche Hormone“ oder „unregelmäßige Zyklen“.

Es ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen:
• Hormonen,
• Stoffwechsel,
• Stressreaktionen,
• und Lebensstil.

1. Hormone

Bei PCOS produziert der Körper oft zu viele Androgene (männliche Hormone wie Testosteron).
Das kann dazu führen, dass:
• die Eizellreifung gestört ist (deshalb bleibt der Eisprung manchmal aus),
• die Periode unregelmäßig wird oder ganz ausbleibt,
• Hautprobleme, Akne oder vermehrte Körperbehaarung auftreten.

Doch diese Hormone sind nicht das eigentliche Problem –
sie sind das Ergebnis eines Körpers, der versucht, etwas auszugleichen.

2. Insulinresistenz

Viele Frauen mit PCOS haben eine Insulinresistenz –
das bedeutet, der Körper reagiert weniger empfindlich auf Insulin,
und Zucker bleibt länger im Blut.

Das kann:
• den Hormonhaushalt weiter durcheinanderbringen,
• zu Gewichtszunahme führen,
• und die Bildung von Androgenen zusätzlich fördern.

Aber: Das ist veränderbar.
Durch Ernährung, Bewegung und Stressreduktion kannst du hier sehr viel bewirken.

3. Stress und Nebennieren

Was oft vergessen wird:
Auch chronischer Stress kann PCOS verstärken –
denn die Nebennieren schütten bei Dauerstress ebenfalls Androgene aus.
Selbst wenn du keine klassische Insulinresistenz hast,
kann dein Körper also „PCOS-Symptome“ zeigen, wenn er ständig im Überlebensmodus ist.

4. Entzündungen

Viele Frauen mit PCOS haben stille Entzündungsprozesse im Körper,
die den Hormonhaushalt zusätzlich stören.
Diese Entzündungen entstehen oft durch:
• stark verarbeitete Lebensmittel,
• Umweltgifte,
• zu wenig Schlaf,
• und inneren Stress.

PCOS verstehen heißt: dich selbst verstehen

PCOS ist kein Feind, den du bekämpfen musst.
Es ist die Sprache deines Körpers, der sagt:

„Ich brauche deine Aufmerksamkeit. Ich brauche Fürsorge, nicht Kontrolle.“

Jede Frau erlebt PCOS anders – und das bedeutet, dass auch Heilung individuell ist.
Es gibt nicht den einen Weg, aber viele kleine Schritte, die dich näher zu dir bringen.

Ich habe gelernt, meinem Körper zuzuhören.
Statt ihn zu zwingen, habe ich angefangen, mit ihm zu arbeiten –
und langsam kam Ruhe in meinen Zyklus, in meine Haut und in mein Herz.

💫 Wie du beginnen kannst

Wenn du gerade am Anfang stehst, nimm dir Zeit.
Du musst nicht alles auf einmal verändern.
Aber du darfst verstehen, was in deinem Körper passiert –
und du darfst lernen, ihn sanft zu unterstützen.

In meinem nächsten Beitrag teile ich meine ersten konkreten Ernährungsschritte,
die mir geholfen haben, meine Hormone zu beruhigen und mich wieder im Gleichgewicht zu fühlen.

Lies hier weiter:

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